Schüler unterstützen Spendenaktion Federmappe

Seit Mai sammelt die KEL wieder Schulmaterialien in Form von Sachspenden, um diese an Leipziger Familie weiterzugeben. Erstmals kooperiert die KEL in diesem Jahr dabei mit dem Evangelischen Schulzentrum in Leipzig. Im Mai spendete das Schulzentrum bereits Fundsachen, die seit langer Zeit nicht abgeholt wurden. Und am Donnerstag konnten die Schüler und Eltern in der Schule ihre Sachspenden bei den Mitarbeiterinnen der KEL abgeben. Die Resonanz auf den Spendenaufruf war riesig. Viele Kinder haben ihren Ranzen für die Spendenaktion abgegeben und auch weitere Schulmaterialien dazugelegt. Eine Schülerin hatte extra noch einen persönlichen Brief für die Nachbesitzerin geschrieben und wünscht vor allem viel Spaß in der Schule!

An der Sonnenblumen Grundschule in Glesien bei Schkeuditz haben die Schüler der Klassen 1-4 ebenfalls fleißig für die Aktion Federmappe gesammelt. Und damit die Ranzen nach der langen Benutzung wieder strahlen, wurden diese noch gemeinsam mit den Eltern gründlich geschrubbt. Aus den Rückmeldungen der Eltern zeigt sich, dass die Grundschüler sich auf diesem Wege auch mit dem Thema Armut in unserer Gesellschaft beschäftigen. Bei der Aussage: „Mama, es ist doch unfair, dass sich die Kinder keinen Ranzen kaufen können?“ kommen Eltern und ihre Kinder ins Gespräch über die Gerechtigkeit in unserer Gesellschaft. Und wie heißt es so schön: Kindermund tut Wahrheit kund!

Die Sachspenden werden in den nächsten Wochen an Leipziger Familien weitergereicht. Gerne können sich Familien, die Bedarf an Schulmaterialien haben, noch in der KEL melden. Die Spenden können in der Kirchlichen Erwerbsloseninitiative Leipzig in der Ritterstraße 5 (Nähe Nikolaikirche) montags bis donnerstags von 09 -15 Uhr und freitags von 09 -12 Uhr abgeholt werden.

 

Weitere Informationen finden Sie hier: Aktion Federmappe

Rückblick Podiumsdiskussion 06.06.19 – Aktionswoche Schuldnerberatung

Podiumsdiskussion 06.06.19

Im Rahmen der bundesweiten Aktionswoche Schuldnerberatung zum Thema „Albtraum Miete“ machten sich Wohlfahrts- und Fachverbände für das Grundrecht auf bezahlbaren Wohnraum stark.

So lud auch der Arbeitskreis Schuldnerberatung Leipzig unter dem Titel „Ohne Wohnung bist du ein Nichts“ zum angeregten Fachaustausch in das Sozialamt der Stadt Leipzig.

Dabei wurde die aktuelle Situation, mit all den aufkommenden Problemen im Bereich Wohnung, Wohnraum und Miete mit verschiedenen Netzwerkpartnern diskutiert.

Bestehende Beratungs- und Handlungsansätze wurden besprochen, überdacht und regten zur weiteren Entwicklung an.

Der Schwerpunkt lag dabei auf der gelingenden Schuldenregulierung einerseits und der Verhinderung von Mietschulden bzw. Wohnungsverlust andererseits.

Aus der Podiumsdiskussion, bei der Vertreter unterschiedlicher Institutionen Rede und Antwort standen, ergab sich, dass der Zugang zu bestehende individuellen Lösungsmöglichkeiten durch eine verbesserte Vernetzung und fachlichen Informationsaustausch untereinander zukünftig optimiert werden kann.

„Ohne Wohnung bist du ein Nichts“ – Podiumsdiskussion am 06.06.19

„Ohne Wohnung bist du ein Nichts“ – unter diesem Titel veranstaltet der Arbeitskreis Schuldnerberatung Leipzig am 6. Juni 2019 eine Podiumsdiskussion

Wohnen gehört zu unseren gesellschaftlichen Grundwerten. Schon der Zugang auf den Wohnungsmarkt ist jedoch für Überschuldete mit großen Hürden verbunden. Das hat unter anderem mit der regelmäßig vorzulegenden Schufa-Auskunft zu tun – viele Vermieter verweigern bei ungenügender Bonität den Abschluss eines Mietvertrages. „Es darf keine Stigmatisierung aufgrund der Schufa-Auskunft geben“, fordern die Schuldnerberater*innen des Arbeitskreises in Leipzig und verweisen dabei auf das Forderungspapier der Arbeitsgemeinschaft Schuldnerberatung der Verbände. Dies stellt das Grundrecht auf bezahlbaren Wohnraum in den Mittelpunkt.

Auch werben die Schuldnerberater*innen für mehr Verständnis für Überschuldete. „Betroffene sind häufig mit ihrer Situation überfordert und setzen falsche Schwerpunkte. Teilweise ist der Druck der Gläubiger so groß, dass Ratenzahlungen geleistet werden und dadurch für die Miete kein Geld mehr zur Verfügung bleibt. Auch sind ihnen Beratungsdienste und Hilfsangebote nicht bekannt“, sagen die Schuldnerberaterinnen des Arbeitskreises.

Vielen Geringverdienenden machen zusätzlich die steigenden Mieten Angst. Sie müssen einen immer größer werdenden Anteil des Verdienstes für die Unterkunft ausgeben. „Gerade für Bezieher von Grundsicherungs-leistungen wird es immer schwieriger anerkennungsfähigen Wohnraum zu finden. In der Konsequenz bringen die Betroffenen einen Teil der Miete zusätzlich aus ihrem Regelsatz auf, um nach einer Mieterhöhung in ihrem Wohnraum verbleiben zu können oder überhaupt Zugang zu einer Wohnung zu finden. Das sind sichere Wege in die Überschuldung“, so die Erfahrungen der Schuldnerberater*innen des Arbeitskreises.

Lassen sich Betroffene in ihrer Situation beraten, so eröffnet dies die Chance einer Problemlösung und dauerhaften Stabilisierung. Die Aktions-woche nehmen die Schuldnerberater*innen des Arbeitskreises Leipzig deshalb zum Anlass, die aktuelle Situation mit verschiedenen Netzwerk-partnern in Leipzig zu diskutieren, um bestehende Beratungs- und Handlungsansätze zu überdenken und weiter zu entwickeln. Im Fokus stehen dabei gelingende Schuldenregulierung einerseits und die Verhinderung von Mietschulden bzw. Wohnraumverlust andererseits.

Zum Arbeitskreis Schuldnerberatung Leipzig gehören der Caritasverband Leipzig e. V., DRK Akademischer Kreisverband Leipzig e. V., Kirchliche Erwerbsloseninitiative, Verbraucherzentrale Sachsen e. V. und Jugendhaus Leipzig e.V.

 

Die Veranstaltung findet im Rahmen der bundesweiten Aktionswoche Schuldnerberatung statt, zu der die Wohlfahrts- und Fachverbände vom 3. bis 7. Juni 2019 unter dem Thema ‚Albtraum Miete’ einladen. Im Mittelpunkt steht das Grundrecht auf bezahlbaren Wohnraum.

Presseartikel zum Thema Armut

Leipzig feiert 70 Jahre Grundgesetz

„Armut – sowas von UNVERSCHÄMT!“ – Friedensgebet am 06. Mai 2019

Friedensgebet 06.05.19

Friedensgebet 06.05.19

Das Team der KEL gestaltet unter dem Titel „Armut – sowas von UNVERSCHÄMT!“ am 06. Mai 2019 das Friedensgebet in der Nikolaikirche Leipzig.

Beginn: 17 Uhr

Zusätzliche Beratungstermine in der Sozialberatung

Pressemitteilung: Zusätzliche Beratungstermine in der Sozialberatung

Aufgrund der hohen Nachfrage nach Unterstützung im Zusammenhang mit Hartz IV bietet die Kirchliche Erwerbsloseninitiative Leipzig (KEL) ab sofort zusätzliche Beratungstermine an. Schwerpunkt bildet hierbei die allgemeine Sozialberatung mit Fragen zu Anträgen und Bescheiden im ALG II. Darüber hinaus bietet die KEL auch weiterhin Termine zur Lebensberatung und Sozialen Schuldner- und Insolvenzberatung an. Die Beratung ist offen für alle und findet in den Räumen der KEL in der Ritterstr. 5 statt.

Umfrageergebnisse zu Sanktionen im Hartz IV

Ergebnisse der Onlineumfrage zur Anhörung beim BVerfG wegen Sanktionen im SGB II

Am 15. Januar 2019 fand vor dem Bundesverfassungsgericht eine Anhörung zum Thema Sanktionen nach dem SGB II statt. Es geht dabei um die Frage, ob Sanktionen  mit der Verfassung vereinbar sind. Tacheles e.V. ist als sogenannter sachverständiger Dritter geladen worden und hat zur Vorbereitung auf die Anhörung  eine Onlineumfrage durchgeführt.

In der Befragung haben sich 21.166 Menschen zu den Folgen und Wirkungen von Sanktionen geäußert. Teilgenommen haben nicht nur Leistungsbezieher*innen, sondern auch viele Menschen aus dem sozialen Bereich, die mit Leistungsbezieher*Innen arbeiten und sie unterstützen, Rechtsanwälte und viele MitarbeiterInnen von Jobcentern haben sich ebenfalls geäußert.

Die Ergebnisse der Umfrage präsentiert Tacheles e.V. auf der Homepage unter www.tacheles-sozialhilfe.de