Leipzig leuchtet am 30.01.2023

Die Kirchliche Erwerbsloseninitiative Leipzig unterstützt folgenden Aufruf:

Viele Bürgerinnen und Bürger stehen für gesellschaftlichen und sozialen Zusammenhalt, für eine starke Demokratie und Vielfalt in unserer Stadt. Dies alles benötigen wir angesichts der großen Herausforderungen: Klimawandel, Energiekrise, Krieg in der Ukraine.

Doch in Krisenzeiten treten auch die auf den Plan, die einfache Lösungen propagieren, Verschwörungsmythen verbreiten und die Chance für Umsturz wittern. Rechtsnationalisten, Reichsbürger und Faschisten sind die größte Gefahr für Demokratie, Rechtsstaat und sozialen Zusammenhalt. Viel zu lange wurde diese gerade in Sachsen verharmlost. Viel zu oft wird den Feinden der freiheitlichen Demokratie Verständnis entgegengebracht. Viel zu häufig werden junge Menschen in ihrem Protest gegen Neonazis alleingelassen.

Dem wollen wir mit demokratischer Entschiedenheit entgegentreten – auf dem Leipziger Ring, seit 1989 Sinnbild für den gewaltfreien Aufbruch zur Demokratie. Am 30. Januar 2023 wollen wir ihn mit vielen Menschen aus der Stadtgesellschaft neu zum Leuchten bringen: für Demokratie und Menschenrechte, für Offenheit und Vielfalt, für Solidarität und sozialen Zusammenhalt.

Der 30. Januar 1933, der Tag, mit dem vor 90 Jahren das Terrorregime Hitlers begann, mahnt: Demokratie und Menschenrechte, demokratische Offenheit und friedliches Zusammenleben sind keine Selbstverständlichkeiten. Sie können nur verteidigt werden und sich entwickeln, wenn wir Bürgerinnen und Bürger unsere demokratische Verantwortung wahrnehmen. Lasst uns dies in der großen Gemeinschaft der Stadtgesellschaft tun am 30. Januar 2023: den Anfängen wehren – Demokratie stärken – solidarisch durch die Krise gehen www.leipzig-leuchtet.de

 

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Unterzeichnende in Auswahl

Burkhard Jung – Gesine Oltmanns, Stiftung Friedliche Revolution -Gisela Kallenbach, ehem. MdEP, Christian Wolff, Aufruf 2019 – Jens Köhler, Betriebsratsvorsitzender BMW Group Leipzig, Manuela Grimm, DGB Region Leipzig-Nordsachsen – Prof. Dr. Inés Obergfell, Rektorin Universität Leipzig – Sebastian Krumbiegel, Musiker – Sebastian Feydt, Superintendent – Gregor Giele, Propst – Prof. Dr. Timo Meynhardt, HHL Leipzig Graduate School of Management – Britta Tadikken, Pfarrerin Thomaskirche – Markus Schlimbach, Vorsitzender DGB Sachsen – David Timm, Universitätsmusikdirektor – Dr. Anselm Hartinger, Direktor Stadtgeschichtliches Museum – Regina Schild, Stiftung Friedliche Revolution, Thomas Löwe, Präsident 1. FC Lok Leipzig, Heike Richter, Leiterin Volkshochschule Leipzig, Dr. Uwe Witt, Präsident Stadtsportbund Leipzig e.V. – Christian Tatzelt, Vorsitzender Sportjugend/ Stadtsportbund Leipzig e.V. – Dr. med. Markus Zachäus, Ltd. Oberarzt HELIOS Park-Klinikum Leipzig GmbH

Institutionen/Vereine in Auswahl

ARBEIT UND LEBEN Sachsen e.V. – Caritasverband Leipzig e.V. – Bürgerverein Waldstraßenviertel e.V., Initiative Weltoffenes Gohlis – BSG Chemie Leipzig e.V. – Klett Kinderbuch Verlag – Aktionsnetzwerk „Leipzig nimmt Platz“ – 1. FC Lokomotive Leipzig – Vorstand des KreisElternRates (KER) Leipzig – ver.di Bezirk Leipzig-Nordsachsen – ver.di Jugend Leipzig-Nordsachsen – Katholisches Propsteipfarramt Leipzig – Initiative Schule im Aufbruch gGmbH – Stadtsportbund Leipzig e.V. – Initiative Bildung in Zukunft e.V. – Theater der Jungen Welt Leipzig – Krystallpalast Varieté Leipzig

Als Parteien unterstützen den Aufruf: Bündnis 90/Die Grünen – FDP – SPD – Die Linke – Die Partei

Wer den Aufruf unterzeichnen möchte, wendet sich an: info@stiftung-fr.de